Troy Coaster Challange: Der 24 Stunden Achterbahn Marathon im Toverland

Über 700 Anmeldungen wurden registriert. 24 Bewerber wurden zum einem Testabend eingeladen an dem in 2 Stunden 38 Runden auf Troy gereht wurden. 12 von ihnen wurden zur Troy Coaster Challange angenommen und darunter war auch unser Redakteur Paddy. 13412203_1199900506711441_6021649597558278137_oAm Samstag um 9 Uhr fanden sich die Betreuer und Challanger auf dem Mitarbeiter-Parkplatz vom Toverland ein, wo es dann erstmal zur Mystique im Magic Forest ging. Dort gab es Frühstück mit Kaffee und Tee. Die Challenger bekamen ihre Orangen T-Shirts und die Betreuer blaue. Für Paddy ist Daniel als Betreuer mit vor Ort gewesen. Gegen 10 Uhr haben wir uns erstmal entschieden uns warm zu fahren mit einer Runde Blitz-Bahn, anschließend gab es ne Runde Boomerang im Land von Toos.

11:55 Uhr hieß es für die Challanger erstmals in der Bahn Platz zu nehmen.
12:00 Uhr war der Startschuss und die Stimmung im Zug war klasse und ausgelassen!13323650_1199900496711442_458130217764845664_oUm 12:15 wurde dann Troy auch wieder für die Parkbesucher geöffnet. Troy fuhr bis 18 Uhr dann im 2 Zugbetrieb, so dass wir einen Zug hatten und die Parkbesucher ebenfalls mit einem Zug fahren konnten.
Unseren Zug haben wir uns mit den Besuchern geteilt, die sich einen 15 minütigen Slot in den 24 Stunden gekauft hatten. Diese Einnahmen kamen zu 100% einem guten Zweck zu Gute, aber davon am Ende mehr.
Alle 60 Minuten gab es 5 Minuten Pause. Diese wurde quasi zur reinen Pinkelpause. Das ging dann raus aus dem Zug, ab auf das Klo und wieder rein in den Zug. Das Gute war, dass man sehen konnte, wann man wieder hoch zur Station musste, weil der Zug eine Leerfahrt machte in der Zwischenzeit. So konnte man den Zug durch die Station fahren hören.13342937_1198501000184725_1871492599693363091_nGegen 18 Uhr war Parkschluss und die Erste von drei 30-minütigen Pausen mit Abendessen war errreicht. Bei Troy wurde 1 Zug auf das Abstellgleis gebracht. Um 18:30 ging es wieder in die Bahn. 3 oder 4 mal musste die Challange in den folgenden Stunden wegen Stark-Regen und Gewitter für kurze Zeit unterbrochen werden.

Ab ca. 21 Uhr war das aber alles vorbei und es nieselte es nur noch. Jetzt ging der Spaß erst richtig los, denn die Disco Lichter und Boxen in der Station funktionierten auch wieder. Nach dem Regenguss wollten die erst nicht mehr so wirklich. :lol: Zu Cotten Ey Joe, YMCA und Co tanzte  der Zug mit, nur beim Fliegerlied wurde es schwer mit zu tanzen. Das haben die Ride Operator dann gemacht. Diese hatten super gute Laune und hüpften durch die Station. Auch da war eine gute Party am Start. Die Bewegung tat immer wieder gut!13350535_1199900580044767_1143658709613175017_oIrgendwann war Mitternacht erreicht und ich hatte den Zug das 1. Mal durch. Die Teilnehmer wechseln nach jeder Pinkelpause eine Reihe weiter nach hinten und wenn man in Reihe 12 fertig war, fing man vorne wieder an. Die 2. Pause von 30 Minuten war erreicht! Erstmal gab es ein Mitternachtssnack, die Beine wurden ausgestreckt und um 00:30 Uhr ging es dann auch schon wieder in die Bahn. Ich machte es mir soweit möglich in der Reihe 10 gemütlich und fuhr diese für die nächsten 60 Minuten wieder Runde für Runde. In den 5 Minuten Pausen für die Toilette war ich immer froh aufstehen zu können und mal zu laufen, denn das Sitzen ist mitunter das Hauptproblem bei so einer Challange. Um 2 Uhr Nachts kamen dann erste Müdigkeitserscheinungen auf. Da saß ich leider gerade in der Last Row (Reihe 12) und war sehr froh diese nach 60 min hinter mich gebracht zu haben. Hier sind die wirkenden Kräfte bekanntlich am stärksten.13340053_1199900570044768_93021645525371333_oUm 3 Uhr war ich  dann also in der Front Row, wobei die Reihen 1-3 und 10-12 für so viele Fahrten eher ungeeignet sind, kann es durchaus schon mal „lustig“ werden. Vor allem wenn der komplette Zug im Nebel verschwindet und dann Kurven kommen und man einfach nix mehr sieht. (Siehe Video am Ende) Für die Front Row heißt dies, man sieht nicht mal mehr die Strecke vor einem, sondern man fährt quasi ins Ungewisse. Um 6 Uhr gab es eine letzte 30 Minuten Frühstückspause. Irgendwann gegen 8 Uhr konnte man im Nebel erkennen, dass die Wildwasserbahn bereits ihre Testfahrten fuhr. Die Nacht hatte auch bei mir ihre Spuren hinterlassen, aber die Stimmung war immer noch super auf und neben der Strecke!13344718_1198948360139989_6165525053268801327_n
Um 10 Uhr öffnete der Park wieder seine Tore und Troy fuhr wieder im 2 Zug Betrieb. Immer wenn ein Zug in der Schlussbremse rein fuhr, fuhr der andere Zug sofort los. Das war immer perfektes Timing. Um kurz vor 12 Uhr wurde Troy dann noch einmal für die Parkbesucher geschlossen und wir waren bei den letzten Fahrten für uns. Um Punkt 12 Uhr war die Challange vorbei und wir starteten zur allerletzten Fahrt, quasi als Zugabe. 324 Runden hatten wir in den 24 Stunden hinter uns gebracht und immer noch waren 10 Teilnehmer dabei! Was haben wir gefeiert als wir in der Bremse waren und in der Station wieder ankamen. Dann hieß es noch wenige Minuten warten eher die Betreuer durch den Ausgang zur Bühne herüber gingen und dann durften wir Teilnehmer durch den Eingang der Bahn ebenfalls zur Bühne laufenund gefeiert wurden von den Besuchern.
Die Challanger haben alle ein Strauß Blumen bekommen, eine Jahreskarte fürs Toverland und ein Original Holzstück mit der Bahn und einem Branding, dass man die 24 Stunden komplett durchgehalten hat. Und alle waren und durften stolz sein diesen Achterbahn Marathon erfolgreich überstanden zu haben. Die Betreuer haben auch alle wie die Challanger eine Jahreskarte bekommen und so werdet ihr wohl Daniel und Patrick jetzt öfter im Toverland antreffen in nächster Zeit. Spätestens zur Mittsommernacht wird Paddy sich wieder auf die Troy wagen hat er bereits angekündigt!   ;-)

Bevor Daniel und Paddy dann sich im Auto schlafen gelegt haben, gab es zum runter kommen erstmal eine Runde auf den Booster Bikes und dem Spinning Coaster Dwervelwind, aber dann ging auch bei den beiden nichts mehr. 13403303_1199900676711424_3395500138149094725_o

Das Fazit von unserem Achterbahn-Experten Paddy:
Stichting-Heppie_bearbeitet-1Es war eine gelungene Challange, über 11.000 Euro kamen für die Stiftung Heppie zusammen, die dafür sorgen, dass Kinder, denen es nicht so gut zu Hause geht wieder fröhlich sein können und das ist jede Strapaze wert gewesen.
Allerdings ist es schon sehr hart sowas zu machen, denn das Sitzen und der drückende Bügel sind die größten Probleme während der 24 Stunden. Die Fahrt an sich realisiert man nicht mehr wirklich irgendwann, man wird nur noch hin und her geschaukelt und man versucht einfach an Entspannung zu denken. Persönlich rate ich ab sowas zu machen, wenn man nicht regelmäßig Achterbahnen fährt! Der Körper ist dies nicht gewöhnt und man ist durchaus schneller am Ende als man denkt. Ich war gut bedient, aber durch meine zahlreichen ERTs (Extra Ride Times = Exclusive Fahrtzeiten auf Achterbahnen, meist vor oder nach der Parköffnung), die ich in Europa und der USA gemacht habe und ich quasi jedes Wochenende in einer Bahn verbringe, hat sich mein Körper man das Achterbahnfahren gewöhnt. Dennoch war es auch für mich sehr, sehr hart, das hätte ich nie gedacht und so nicht erwartet! Aber beim nächsten Mal bewerbe ich mich definitiv wieder! ;-) 13403303_1199900676711424_3395500138149094725_o


Reportage zur Troy Coaster Challenge
Zum Schluß haben wir noch eine tolle Reportage zur Challenge von niemand anderem als Bro und Uschi von Ride Review für euch. Auch die beiden waren Tag und Nacht vor Ort. Vom Nebel in der Nacht bis hin zu Interviews mit den Teilnehmer ist dies ein sehr gelungenes Video zur Troy Coaster Challenge 2016. Viel Spaß!

Impressionen der Troy Coaster Challenge vom Toverland selber