Gelsenkirchener Eisbärbaby ist ein Mädchen

Genau drei Monate ist das neun Kilogramm schwere Eisbärbaby aus der ZOOM Erlebniswelt Gelsenkirchen alt. Und seit letzter Woche Mittwoch wissen wir es: Es ist ein Mädchen.

Mittwoch vergangener Woche hat Zootierärztin Dr. Pia Krawinkel das kleine Eisbärmädchen untersucht. Das noch namenlose Jungtier wurde gewogen, bekam eine Wurmkur als Prophylaxe und wurde gegen die Infektionskrankheit Leptospirose geimpft. In vier Wochen erfolgt die zweite Impfung. Dann dauert es etwa zwei Wochen, bis sich der komplette Impfschutz aufgebaut hat.

Die Trennung von Mutter Lara verlief problemlos. Als der junge Eisbär im Stall war, wurde Mutter Lara mit Futter in einen anderen Stall gelockt und dort abgesperrt. Natürlich rief sowohl Lara als auch ihr Kleines lautstark. Doch die Handgriffe zur Untersuchung liefen reibungslos und nur wenige Minuten später waren Mutter und Kind wieder vereint. Krawinkel freute sich: „Nach so langer Zeit das Jungtier in den Händen zu halten, zu sehen, dass es sich prächtig entwickelt hat und alles in Ordnung ist, war ein unvergessliches Gefühl.“

Foto: Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen

Eisbären, insbesondere der seltene Nachwuchs, sind wichtige Botschafter für ihre Verwandten in der Natur – nicht nur am internationalen Tag des Eisbären am 27. Januar. Eisbären in Zoos können auf die Gefährdung der Eisbären in der Natur aufmerksam zu machen. Durch die Erderwärmung und den damit verbundenen Klimawandel wird die Fläche des Packeises immer geringer. Das Packeis ist notwendig, damit Eisbären als Lauerjäger an den Luftlöchern der Robben ihre Beute jagen können.

Kann eine Eisbärin nicht genügend Nahrung im Sommer und Herbst aufnehmen, wird die Trächtigkeit abgebrochen. Denn dann hat die Eisbärmutter nicht genügend Milch, um das Jungtier zu ernähren. Sie selbst nimmt während der ersten Aufzuchtsphase keine Nahrung auf, um die bis zu 38 Prozent fette Milch zu produzieren. Ohne ausreichend Nahrung im Sommer und Herbst würden Eisbärmütter die lange Fastenzeit während der Monate in der Wurfhöhle nicht überstehen.

Foto: Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen

Im Frühjahr verlassen Eisbärmütter mit ihrem Nachwuchs die Wurfhöhle – in der Natur wie im Zoo. In der Natur gehen sie dann wieder auf Robbenjagd, um das Jungtier zu versorgen. Im Zoo erfolgt dann die Fütterung mit Fleisch, Fisch, Gemüse und Obst. Eisbären sind Allesfresser.

Vermutlich irgendwann im April verlassen Lara und ihr Eisbärmädchen die sichere Wurfbox. Dann wird das Jungtier für die Besucher der Erlebniswelt Alaska zu sehen sein.

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