Phantasialand: Park äußert sich erstmals nach Unfall. Ermittlungen dauern an

Stand: 16.03.2017 – 10:15 Uhr

Auch am Mittwoch ermittelten die zuständigen Behörden weiter an der Aufklärung wie es zu dem tödlichen Arbeitsunfall am Dienstagvormittag im Freizeitpark Phantasialand in Brühl bei Köln gekommen ist.

Ein Mitarbeiter des Dezernats 56 der Bezirksregierung Köln bestätigte, dass es sich bei dem verunglückten um einen langjährigen Bediener (Operator) des Parks gehandelt hat und dass der Unfall an den beiden Achterbahnen Winjas Fear & Force passierte.
Das Dezernat 56 – Betrieblicher Arbeitsschutz ist für den Schutz von ca. 1,5 Millionen Beschäftigten vor arbeitsbedingten Gefahren und Fehlbelastungen im Großraum Köln zuständig.

Gegenüber dem Kölner Express sagte Ulrich Bremer, der Sprecher der Oberstaatsanwaltschaft Köln: „Wir haben eine Obduktion der Leiche und ein chemisch-toxikologisches Gutachten angeordnet. Zudem soll ein weiteres Gutachten klären, ob etwaige Mängel an der Achterbahn zu dem Unglück geführt haben könnte.“

Foto: René Freizeitpark News NRW

Das Phantasialand äußert sich heute erstmals zu dem Arbeitsunfall gegenüber der Rhein-Erft-Rundschau: „Der Unfall ereignete sich bei einer von diesem Mitarbeiter selbst und allein durchgeführten Kontrollfahrt auf einer Arbeitsplattform. Dabei handelte es sich um eine Standardprozedur, die in dieser Art und Weise regelmäßig bei der Wartung durchgeführt wird.“ Die Arbeiten fanden als Vorbereitung für die jährlich anstehende TÜV Prüfung in der Saisonvorbereitung statt.

Laut dem Amt für Arbeitsschutz hätte diese Prüfung im Laufe des gestrigen Tages stattfinden sollen und wurden auf Grund des Unglücks auf einen noch unbestimmten Termin verschoben. Ob die beiden Bahnen zum Saisonstart bzw. bis zu der am 25.03. stattfindenden Geschlossenen Gesellschaft im Park wieder freigegeben und vom TÜV geprüft worden sind, ist somit noch nicht bekannt. Erst wenn alle Ermittlungen abgeschlossen sind und der TÜV seine Prüfung durchgeführt hat, darf das Phantasialand den Betrieb der Bahnen aufnehmen.

Die Pressestelle des Phantasialands äußerte weiter gegenüber der Rundschau: „Wir sind von diesem Arbeitsunglück zutiefst erschüttert“. Der Park weißt ausdrücklich darauf hin, dass der Arbeitsunfall in keinem Zusammenhang mit der Sicherheit der Attraktion und dem Besuch des Parks steht. Der Park startet am 01. April in seine Jubiläumssaison. In diesem Jahr wird das Phantasialand 50 Jahre alt.
Die Mitarbeiter, zu denen wir seit dem Unfall Kontakt hatten, sind selbstverständlich alle tief getroffen und geschockt von dem Unglück. Alle hatten sich auf den Saisonstart gefreut. Jetzt heißt es aber erstmal für die Familie, Freunde und Kollegen des Verunglückten zu trauern!
Vielen Dank auch von unserer Seite an alle unser Leser für eure vielen Beileidsbekundungen in den Kommentaren auf Facebook!

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