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Kölner Zoo tauert um Tilda

„Tilda“, ein Orang-Utan aus dem Kölner Zoo, ist am Wochenende verstorben. Zoo-Tierpfleger hatten zuletzt festgestellt, dass das rund 50 Jahre alte Weibchen immer seltener aufstand und Schmerzen zu haben schien.

Foto: Rolf Schlosser

Bei einer Untersuchung, zu der sich Zootierärztin Dr. Sandra Langer eigens zwei spezialisierte Kolleginnen aus anderen Zoos dazu geholt hatte, stellte man eine massive Nierenerkrankung fest. Da die Erfolgsaussichten einer Operation mit Entfernung der abgestorbenen Niere aufgrund des ungewöhnlich hohen Alters von „Tilda“ sehr schlecht waren, entschlossen sich die Verantwortlichen des Zoos für das Einschläfern des Tieres. „Tilda“ wurde anschließend obduziert. Dies geschah im Rahmen der Kooperation des Kölner Zoos mit dem Institut für Rechtsmedizin des Universitätsklinikums Köln. Der Befund des Kölner Zoos wurde dabei durch die Rechtsmediziner bestätigt.

Foto: Rolf Schlosser

„Tilda“ kam vor ungefähr 50 Jahren in Kalimantan im indonesischen Teil von Borneo zur Welt. Nach Stationen in einem Zirkus und in verschiedenen Tierparks bot ihr der Kölner Zoo ab März 2008 einen verhaltensgerechten Alterssitz – anfangs in einer Art „Alters-WG“ mit der 2010 gestorbenen Artgenossin „Lotti“.

Zurzeit leben sechs Orang-Utans im Urwaldhaus für Menschenaffen des Kölner Zoos. Der Zoo hält diese in freier Wildbahn hochbedrohte Menschenaffenart seit mehr als 100 Jahren. In diese Zeit fielen 22 erfolgreiche Nachzuchten. Die erste war „Lotti“ im Jahr 1971. Jüngster Neuzugang ist „Ciri“. Sie kam im Februar 2014 zur Welt.

Der süßeste Twitter-Krieg aller Zeiten!

Der Na­tio­nal Zoo in Wa­shing­ton hat vor ei­ni­gen Ta­gen ein See­hund­ba­by-Fo­to getwit­ter­t und damit unabsichtlich etwas in Gang gesetzt.

Denn die Twit­ter-Use­rin @SarahJanetHill for­der­te dar­auf­hin das Aqua­ri­um in ih­rem Hei­mat-Bun­des­staat Vir­gi­nia auf, dem et­was ent­ge­gen­zu­set­zen. Das Virgina Aquarium lies sich nicht lange bitten und nahm die Challenge an!


Auch andere Einrichtungen in den USA ließen nicht lange auf sich warten und twitterten unter #CuteAnimalTweetOff Bilder und Videos ihrer Neugeborenen Schützlinge!

Mittlerweile ist die Challenge sowohl über den Pazifischen Ozean nach Asien geschwappt.

Als auch zu uns nach Europa und Deutschland. Der Tiergarten Berlin twitterte zum Beispiel ein Bild des Polar Bär Babies.

Und in NRW macht man sich stark für den Kölner Zoo und sein Elefanten Baby, das diese Woche auf die Welt kam.


Wie auch immer, endlich mal ein friedlicher, niedlicher und so süßer Twitter-Krieg. Welches Jungtier ist euer Favorite? Zeigt es uns mit @fzpnewsnrw auf Twitter.

Kölner Zoo: Das Erste von 4 Elefantenbabys ist da!

Nachwuchs in der Dickhäuterherde im Kölner Zoo. Elefantenkuh „Maha Kumari“ hat heute Nacht ein Jungtier zur Welt gebracht. Der noch namenlose und etwa 100 Kilogramm schwere Bulle durchstreift bereits gut sichtbar und auf eigenen Beinen sein neues Revier in Riehl.

Foto: Werner Scheurer, Rolf Schlosser

„Maha Kumari“ gebar inmitten des Gruppenverbands. Möglich ist dies, da die Tiere in der mit 20.000 Quadratmetern besonders großzügigen Elefantenparkanlage immer in ihrem natürlichen Sozialverband bleiben und die Muttertiere nicht vom restlichen Herdenverband abgetrennt werden. Mutter und Jungtier können dadurch von den erfahrenen „Tanten“ unterstützt werden.

Foto: Werner Scheurer, Rolf Schlosser

Vater des Jungtiers ist „Sang Raja“. Er ist einer der beiden im Zoo lebenden Zuchtbullen. „Maha Kumari“ kam 2007 in Köln zur Welt. Damit geht der Zoo erstmals in die zweite Zuchtgeneration und ist auf einem guten Weg zu einer gewachsenen Herde.

Foto: Werner Scheurer, Rolf Schlosser

Noch drei weitere Elefantenkühe sind trächtig: „Marlar“ (11 Jahre), „Kreeblamduan“ (34 Jahre) und „Tong Koon“ (30 Jahre). Der zuständige Kurator für die Elefanten, Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel, freut sich: „Dieses war der erste Streich. Bei drei weiteren Elefantenkühen erwarten wir in den nächsten Monaten eine Geburt. Mit der Zucht dieser hochbedrohten Tierart – es gibt nur noch rund 35.000 Asiatische Elefanten – leisten wir einen wichtigen Beitrag zu Arterhaltung“. Arno Schulz, Reviertierpfleger bei den Elefanten, ergänzt: „Nachwuchs bedeutet für uns auch immer mehr Aktivität in der Gruppe, mehr Interaktion und einen stärkeren Gruppenzusammenhalt, denn die sog. Tanten kümmern sich mit um die Jungen.“

Foto: Werner Scheurer, Rolf Schlosser

Mit dieser Geburt ist Kölns Dickhäuterherde auf nun 14 Tiere angewachsen. Es ist schon die achte Geburt im Kölner Zoo seit Eröffnung der neuen Elefantenparkanlage im Jahr 2004. Die Asiatischen Elefanten im Kölner Zoo werden im sog. geschützten Kontakt gehalten. Die Herde ist quasi außerhalb der Trainingszeiten rd. 22 h, also Tag und Nacht, zusammen.

 

Die erste Geburt des Jahres im Serengeti-Park Hodenhagen

Nala das Nyala ist die erste Geburt des Jahres im Serengeti-Park Hodenhagen. Das kleine Tieflandnyala-Weibchen ist am 07.01.2017 im Serengeti-Park geboren und damit das etwas verspätete Neujahrskind des Parks.

Nala entwickelt sich prächtig und wird von ihrer Mutter und ihren Tanten liebevoll beschützt und umsorgt. Noch sind Mutter und Kind im Schutz ihres Winterquartiers untergebracht, aber zum Start der neuen Saison am 01. April 2017 wird Nala in ihrer insgesamt 11-köpfigen Herde im Wild-Areal Westafrika für die Besucher des Parks zu bewundern sein.

Quelle: Serengeti-Park Hodenhagen

Der Tieflandnyala zählt zusammen mit Sitatunga und Kudu zur Antilopengruppe der „Waldböcke“. Er lebt gern im Buschwerk und in der Nähe von Wasser. Nyalas sind in der freien Natur in Mosambik, Simbabwe und im Nordosten Südafrikas verbreitet. Außerdem wurden sie in Nationalparks in Botswana und Südafrika eingeführt, in denen sie ursprünglich nicht heimisch waren. Der Nyala galt lange als eine der seltensten Antilopenart, die bis heute noch wenig erforscht ist.

Quelle: Serengeti-Park Hodenhagen

Strenge Schutzmaßnahmen haben dazu beigetragen, dass sich die Bestände wieder erholt haben. Weibchen und Männchen haben eine unterschiedliche Fellfärbung und lassen sich so gut voneinander unterscheiden: Die männlichen Tiere sind größer, dunkelbraun gefärbt und tragen gedrehte Hörner mit einer weißen Spitze. Zudem haben sie eine Mähne, was sie von den meisten anderen Antilopenarten unterscheidet. Die weiblichen Tiere sind hornlos und haben ein rotbraunes Fell. In freier Wildbahn sind Nyalas außerordentlich scheue und vorsichtige Tiere. Auf dem Weg zur Wasserstelle bewegt sich das Rudel stets im Gänsemarsch voran. Ein bestimmtes Weibchen hält die Spitze. Der Leitbulle folgt stets als letzter und treibt die Tiere an. Das Trinken geht sehr schnell und wird von anderen Tieren stets gesichert. Nach dem Trinken ziehen sich die Nyalas sofort in die sichere Deckung zurück.

Quelle: Serengeti-Park Hodenhagen

Die aufgeweckte Moana ist geboren

Niedlicher Breitmaulnashorn-Nachwuchs im Serengeti-Park Hodenhagen

Am zweiten Weihnachtsfeiertag (26.12.2016) erlebte der Serengeti-Park Hodenhagen eine Überraschung: Ein Breitmaulnashorn-Mädchen ist geboren. Mit dem Nachwuchs war eigentlich erst Ende Januar/Mitte Februar gerechnet worden. Doch Nashornkuh Kianga (01.01.2004) verhielt sich bereits an den Weihnachtstagen auffällig und wurde daraufhin von ihrer Pflegerin Sabrina Wietzke besonders beobachtet. Am zweiten Feiertag war es soweit: Sabrina war dabei, als Kianga um 14:36 Uhr ihr zweites Jungtier zur Welt brachte.

Foto: Serengeti-Park Hodenhagen

„Wir waren wegen der frühen Geburt zuerst nervös, es verlief aber alles völlig problemlos und das kleine Nashornmädchen schien gesund.“, erklärt Sabrina erleichtert. Kianga hatte bereits im Jahr 2013 ihren ersten Nachwuchs bekommen und erfolgreich aufgezogen.

Das kleine Weibchen ist weniger stürmisch als ihr Halbbruder Akono, der im September 2016 im Serengeti-Park geboren wurde. „Sie ist ein sehr neugieriger und aufgeweckter Charakter. Sie entfernt sich bereits für kurze Zeiten in der Stallbox von ihrer Mutter, um uns Pfleger und alles was um sie herum passiert zu beobachten.“, schwärmt Pflegerin Sabrina.

Foto: Serengeti-Park Hodenhagen

Das bei seiner Geburt ungefähr 30 Kilo schwere und rund 40 Zentimeter hohe Breitmaulnashorn bekam den Namen „Moana“, nach der Häuptlingstochter eines polynesischen Stammes auf der fiktiven Insel Motunui, die in dem aktuellen Disney-Animationsfilm neugierig und mutig auf das offene Meer segelt, um Nahrung für ihr Dorf zu suchen.

Der Vater von Moana und ihrem Halbbruder Akono ist der 23-jährige Breitmaulnashornbulle Martin.

Foto: Serengeti-Park Hodenhagen

Mit der frühen Geburt hat sich Kianga zu ihrem 13. Geburtstag am Neujahrstag selbst ein ganz besonderes Geschenk gemacht. Auch der Serengeti-Park freut sich über den neuen Nachwuchs. „Wir sind stolz auf die Erfolge unserer Breitmaulnashorn-Zucht. Da die südlichen Breitmaulnashörner auf der Roten Liste der IUCN als ‚potentiell gefährdet‘ eingestuft sind, freuen wir uns natürlich besonders über nun zahlreiche Geburten gesunder und kräftiger Jungtiere bei uns.“, erklärt Mitinhaber und Geschäftsführer des Parks, Dr. Fabrizio Sepe.

Moana ist die 47. Geburt eines Breitmaulnashorns in Hodenhagen seit der Gründung des Serengeti-Parks im Jahr 1974. Bedingt durch seine weitläufigen Flächen und die naturnahe und artgerechte Haltung kann der Serengeti-Park weltweit die zweitbesten Zuchterfolge bei Breitmaulnashörnern vorweisen. Lediglich der San Diego Zoo in Kalifornien verzeichnet höhere Geburtenraten.

Foto: Serengeti-Park Hodenhagen

Der als zoologischer Garten anerkannte Serengeti-Park nimmt mit seinen südlichen Breitmaulnashörnern (Ceratotherium simum simum) am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm EEP teil. Das EEP koordiniert die Zucht in Zoos zur Erhaltung bedrohter Tierarten und um die genetische Diversität zu erhalten. Aktuell gibt es mehr als 20.000 Tiere in freier Wildbahn. Fast 99% der Population leben in nur vier afrikanischen Ländern: Südafrika, Namibia, Zimbabwe und Kenia.

Das Breitmaulnashorn ist das zweitgrößte Landsäugetier nach dem Elefanten. Es weist eine Kopf-Rumpf-Länge bis zu vier Metern und eine Schulterhöhe bis zu zwei Metern auf. Einzelne Tiere erreichen ein Gewicht von 3500 Kilogramm. Die Tragzeit bei Nashörnern beträgt 18 Monate. Die normale Trabgeschwindigkeit liegt bei etwa 15 bis 30 km/h, beim Angriff oder auf der Flucht können sie im Galopp auch 40 km/h erreichen.

Foto: Serengeti-Park Hodenhagen
Foto: Serengeti-Park Hodenhagen
Foto: Serengeti-Park Hodenhagen

Burgers´ Zoo bricht eigenen Rekord

Vielfaches Familienglück im Arnheimer Traditionszoo: abermals Geparden-Sechslinge geboren

Außergewöhnlicher Zuchterfolg im Königlichen Burgers’ Zoo in Arnheim: Nur zwei Jahre nach dem letzten Sechslings-Wurf im Gepardengehege haben am 14. September 2016 erneut sechs kleine Geparden das Licht der Welt erblickt. Das Besondere: Geparden bekommen normalerweise nur drei oder vier Junge in einem Wurf.

Foto: Burgers´ Zoo
Foto: Burgers´ Zoo

Zwölf auf den zweiten Streich
Bereits der erste Sechslings-Wurf im Mai 2014 war für den Traditionszoo ein Rekord – nie zuvor wurden hier sechs Gepardenjunge auf einmal geboren. Dass das gleiche Gepardenpärchen nur zwei Jahre später wieder Sechslinge bekommt, grenzt an ein Wunder, denn nur fünf Prozent aller Gepardengeburten in europäischen Zoos sind Sechslingsgeburten, wie der Koordinator des Europäischen Zuchtprogramms für Geparden bestätigt. Aktuell machen alle sechs Geparden-Babys einen gesunden Eindruck. Wie schon beim ersten Sechslings-Wurf vor zwei Jahren scheint keines der Jungen in seinem Wachstum zurückzuliegen. Bis auf ein Weibchen sind inzwischen alle Tiere aus dem ersten Sechslings-Wurf im Rahmen des Europäischen Zuchtprogramms für Geparden in andere europäische Zoos umgesiedelt worden.

Die mittlerweile zwölffache Gepardenmutter wurde am 1. März 2010 im Burgers’ Zoo geboren, während der Vater am 21. März 2011 in Salzburg, Österreich, zur Welt kam. Im Zuge des Europäischen Zuchtprogramms gelangte er 2013 nach Arnheim.

Gepard oder Jagdleopard
Geparden werden auch Jagdleoparden genannt. Der gesamte Körper der zierlichen Raubkatzen ist auf Schnelligkeit ausgerichtet. Im Gegensatz zu anderen Katzenarten können ausgewachsene Jagdleoparden ihre Zehennägel nicht mehr einziehen. Während eines Sprints in voller Geschwindigkeit sorgen die Zehennägel für Halt – vergleichbar mit den Spikes unter den Schuhen eines Sportlers. Der Schwanz dient dem Jagdleoparden als Gleichgewichtsorgan. Bis zu 115 Stundenkilometer können Geparden rennen – dies allerdings begrenzt auf einen Zeitraum von ein paar Sekunden.

Über den Burgers´ Zoo
Der Tierpark in Arnheim ist seit seiner Eröffnung 1913 ein Familienbetrieb geblieben. Über 600 Tierarten finden hier in sieben nachgebildeten Lebensräumen ein artgerechtes Zuhause – und laden an 365 Tagen im Jahr zur Weltreise. Aktuelle Öffnungszeiten und Preise auf www.burgerszoo.de.