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Wechsel der Geschäftsführung beim Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V.

Wechsel der Geschäftsführung beim Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V.

Jürgen Gevers löst Dr. Ulrich Müller-Oltay als Geschäftsführer ab

Berlin, 19. September 2018

Jürgen Gevers (41) ist ab sofort neuer Geschäftsführer des Verbands Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V. (VDFU). Der erfahrende Touristiker tritt damit die Nachfolge von Dr. Ulrich Müller-Oltay (65) an.

„Wir freuen uns mit Jürgen Gevers einen ausgewiesenen Experten in der Vermarktung touristischer Produkte für die Geschäftsführung des VDFU gewonnen zu haben, der mit seinen Erfahrungen und Kenntnissen der Freizeitindustrie die künftige Entwicklung des Verbandes maßgeblich mitgestalten wird.“, so Klaus-Michael Machens, Präsident des VDFU.

Dr. Ulrich Müller-Oltay startet nun nach über 16-jähriger Tätigkeit als Geschäftsführer des VDFU in den wohlverdienten Ruhestand. „Herr Dr. Müller-Oltay hat wesentlich zum bisherigen Erfolg des VDFU beigetragen und das Bild des Verbands nachhaltig geprägt. Wir danken ihm ausdrücklich für die sehr gute Zusammenarbeit und wünschen ihm für den neuen Lebensabschnitt nur das Beste.“, so Machens.

Bild: VDFU

Über Jürgen Gevers

Der gelernte Reiseverkehrskaufmann und diplomierte Betriebswirt startete seine berufliche Karriere bei der Lufthansa AG im touristischen Key Account Management. Nach einer Station im Marketing bei SIXT Autovermietung leitete er als Head of Sales & Marketing Vertriebs-Aktivitäten für die Carnival Cruise Line in Deutschland. Im Anschluss wurde Gevers in die Geschäftsführung der Münchener Agentur AVIAREPS Tourism GmbH berufen, wo er die Markenkommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Lobbyarbeit internationaler touristischer Kunden auf dem deutschsprachigen Markt verantwortete. Zuletzt arbeitete er als selbstständiger Berater für TV-Produktionen im Zusammenhang mit reiseintensiven Fernsehformaten der ProSiebenSat.1 Gruppe.

Über den VDFU e.V.

Der Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V. (VDFU) repräsentiert die größten und beliebtesten deutschen Freizeitparks, Indoorattraktionen und Zoos sowie verschiedene Einrichtungen im nahe gelegenen Ausland. Es handelt sich um den bedeutsamsten Zusammenschluss von Unternehmen in der deutschen Freizeitparkbranche. Über 80 Freizeiteinrichtungen, die im Jahr 2017 in Deutschland rund 38,8 Millionen Besucher begeistern konnten sowie über 120 Zuliefer-, Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen, die Geschäftsbeziehungen zur Branche pflegen, sind bereits im VDFU vertreten. Sitz der Geschäfts- und Servicezentrale des Verbands ist Berlin.

VDFU: Arbeitskräftemangel in deutschen Freizeitparks

Unter dem Motto „Mitarbeiter gewinnen, entwickeln, binden – Lösungsansätze gegen den Mitarbeitermangel in deutschen Freizeitparks“ trafen sich am 12. Dezember 2017 Führungskräfte und Personalverantwortliche aus 17 Mitgliedsunternehmen des Verbands Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e. V. (VDFU) zu einer Tagung im Europa-Park. Rund 40 Teilnehmer und Referenten setzten sich mit der aktuellen Herausforderung in der Freizeitbranche auseinander und diskutierten über Erfahrungen, innovative Ansätze und mögliche Strategien.

Klaus-Michael Machens, Verbandspräsident VDFU /  Foto: VDFU

Jürgen Mack, Inhaber des Europa-Park, ließ es sich nicht nehmen, die Teilnehmer persönlich zu begrüßen. Er bekräftigte die Relevanz der Tagung und befürwortete die Initiative des VDFU. Ergebnisse interner Umfragen, die Verbandspräsident Klaus-Michael Machens zum Auftakt vorstellte, unterstrichen ebenfalls die Bedeutung der zielorientierten Auseinandersetzung mit dem Thema.

Auch uns ist in den vergangenen Jahren bereits häufiger aufgefallen, dass in vielen Freizeitparks Arbeitskräfte fehlen. So weisen verschiede Parks auf ihren Internetseiten ganzjährig Stellenangebote aus. Mancher Park muss inzwischen auch mal das ein oder andere Fahrgeschäft geschlossen halten an einzelnen Tagen, weil schlicht das Personal dafür nicht da ist oder sie werden mit der minimal notwendigen Anzahl an Mitarbeitern betrieben, was für verlängerte Wartezeiten bei den Besuchern führt durch die längeren Abwicklungszeiten beim Be- und Entladen der Fahrgeschäfte.

Joachim Schönborn, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer DEHOGA Baden-Württemberg, referierte zu Entwicklungen und Erfolgsfaktoren auf dem deutschen Ausbildungsmarkt und präsentierte Strategien des Hotel- und Gaststättengewerbes, sich als starke Branche für Bewerber attraktiv zu präsentieren. Einem Vortrag zur Vermittlung inländischer und ausländischer Mitarbeiter für die Freizeitbranche von Doris Hurter, Geschäftsstellenleiterin Agentur für Arbeit in Lahr, folgte Tina Voss. Die Geschäftsführerin des führenden Personaldienstleisters in der Region Hannover präsentierte sich als Expertin für Employer Branding und Rekrutierungsstrategien in einem digitalisierten Bewerbermarkt. „Sind Sie sexy für Bewerber?“ lautete die provokative Frage an das Plenum. Der unbeschwerte Vortrag verlor nicht den Ernst der Lage aus den Augen. Viele Freizeiteinrichtungen spüren bereits Auswirkungen auf die Gestaltung ihres Angebots durch unbesetzte Stellen. Matthias Kirch, Direktor Human Resources im Europa-Park, machte deutlich, wie komplex die Situation und wie wichtig das gemeinsame Vorgehen der Branche ist.

Unter gekonnter Moderation des Schwarzwaldradio Geschäftsführers Markus Knoll, gab die Podiumsdiskussion den Teilnehmern abschließend die Gelegenheit, ausgewählte Themenpunkte im Detail zu besprechen. Der VDFU wird sich dem Umgang mit Arbeitskräftemangel weiter widmen und bleibt die Anlaufstelle für seine Mitglieder, um dieser Herausforderung souverän zu begegnen.

2016: 38 Millionen Freizeitpark Besucher in den Freizeitparks des VDFU

Rund 38 Millionen Gäste ließen sich im vergangenen Jahr von den Angeboten der VDFU-Mitglieder begeistern. Die deutschen Freizeit- und Erlebnisparks verzeichneten 2016 Besucherzuwächse von bis zu fünf Prozent. (Zum Vergleich: 2015 waren es 36 Millionen Besucher, 2014 kamen 34 Millionen Gäste.) Darüber hinaus war die vergangene Saison von vergleichsweise hohen Investitionen für neue Attraktionen geprägt.

Der frisch wiedergewählte VDFU-Präsident Klaus-Michael Machens freut sich auf die Fortsetzung seiner Arbeit: „Die Stimmung in der Branche ist gut. Der Freizeitmarkt bleibt auch 2017 dynamisch und innovativ. Die Digitalisierung schafft neue Möglichkeiten für spektakuläre Besuchererlebnisse. Die aufwendige Gestaltung der Parks und die Thematisierung der Fahrgeschäfte liegen weiter im Trend. Ebenso wie der Ausbau thematisierter Übernachtungsangebote, wie z.B. Baumhäuser, Schäferwagen und Wellnesshotels. Wir werden 2017 wiederum zahlreiche neue und erweiterte Attraktionen für alle Altersgruppen erleben. Die Parks schaffen qualifizierte Arbeitsplätze in vielen Berufsfeldern, tragen erheblich zur Wertschöpfung in ihren Standortregionen bei und sind zum Teil deren touristische Topattraktion. Und unser Verband wächst parallel dazu an Mitgliederzahl und Aufgaben.“

Foto: Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V. VDFU

Einstimmig wählten die Mitglieder Klaus-Michael Machens am 14. Februar 2017 erneut zum Präsidenten. Damit steht Machens seit 15 Jahren an der Spitze des VDFU. In dieser Zeit wuchs die Mitgliederzahl des Verbandes um mehr als 20 Prozent. 17 Jahre lang prägte Klaus-Michael Machens als Geschäftsführer den Erlebnis-Zoo Hannover. Unter seiner Regie und in enger Zusammenarbeit mit seinem interdisziplinären Team wurde Deutschlands erster Erlebniszoo mit aufwändig gestalteten Themenwelten entwickelt und realisiert. Das Konzept vereint gleichermaßen die kulturellen Aufgaben eines Zoos, die Freizeitbedürfnisse der Besucher und eine wirtschaftliche Betriebsführung miteinander. Es wurde mehrfach ausgezeichnet und setzte über Europa hinaus Impulse für die Entwicklung von Zoos und Themenparks. Heute arbeitet Machens als selbständiger Berater in der Zoo- und Freizeitbranche.

Der Verband Deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen e.V. (VDFU) wurde 1978 als Branchenverband der Freizeitparks in Deutschland und im angrenzenden Ausland gegründet. Er vertritt die Interessen der Freizeitparks und -einrichtungen politisch, auf Fachebene und in der Öffentlichkeit. Zu seinen Mitgliedern zählen 83 Freizeitparks, Zoos und Indoor-Attraktionen sowie 110 Unternehmen, die als Zulieferer, Dienstleister oder Berater in Geschäftsbeziehung zu den Parks und Freizeiteinrichtungen stehen. Verbandssitz ist Berlin.

Die Freizeitparkbranche in Deutschland ist mittelständisch geprägt. Die Größenordnung der Unternehmen, spiegelt sich in ihrer Besucherzahl von mindestens Einhunderttausend bis zu fünf Millionen jährlich. Sie sind überwiegend familiengeführt. Zu den Mitgliedern zählen auch die im Verbandsgebiet tätigen Freizeitbetriebe international tätiger Freizeitkonzerne.

Derzeit bereiten sich die Parks mit Hochdruck auf die Saison 2017 vor, die zu Ostern beginnen wird.