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Kindersegen im Wildparadies Tripsdrill

Der Frühsommer ist die Zeit, in der sich die Tierwelt über Nachwuchs freut. So auch im zwischen Stuttgart und Heilbronn gelegenen Wildparadies Tripsdrill. Sowohl in den weitläufigen Freigehegen als auch im Streichelzoo und in der Falknerei gibt es Jungtiere zu bewundern.

Foto: Tripsdrill

Nachwuchs bei Esel, Geier, Storch & Co
Das Wildparadies Tripsdrill hat Zuwachs bekommen: Zu den Lieblingen der Besucher gehört das Eselfohlen Annabelle. Ihr Zuhause ist die Streichelwiese am Eingang vom Wildparadies. Direkt nebenan, bei den Ouessant-Schafen, die als kleinste Schafrasse Europas gelten, stellte sich schon im März und April der erste Nachwuchs ein. In den Freigehegen des 47 ha großen Wildparadieses gibt es zudem Jungtiere bei den Yaks – den pelzigen Rindern aus dem Himalaya – den Wildschweinen und den Mufflons zu bestaunen. In den begehbaren Gehegen mit Dam-, Sika und Dybowski-Wild steht die Geburt der ersten Jungtiere kurz bevor. Auch aus der Falknerei gibt es frohe Neuigkeiten: Zwei Gänsegeier-Pärchen ziehen momentan liebevoll ihre Küken groß. Aus den sieben Storchennestern im Gebiet von Erlebnispark und Wildparadies sieht man die bereits im April geschlüpften Jungvögel herauslugen. Anfang Juni konnten insgesamt 15 Jungstörche beringt werden.

Rund 40 Tierarten im Wildparadies
Das Wildparadies Tripsdrill beherbergt rund 40 weitere, meist einheimische Tierarten in naturnah und verhaltensgerecht gestalteten Gehegen. Zu den Höhepunkten eines Tages im Wildparadies gehören die Greifvogel-Flugschau auf der Falknertribüne und die Fütterung von Wolf, Luchs, Bär und Wildkatze (täglich, außer freitags). Da die Wildkatze Wildtier des Jahres 2018 ist, gibt es bei ihr an allen Wochenenden, Feiertagen und in den Ferien eine zusätzliche Fütterung um 17.00 Uhr. Gerade für Kinder gibt es noch mehr zu entdecken und zu erleben: Neben Walderlebnis- und Barfußpfad verfügt das Wildparadies über einen neuen, großen Abenteuerspielplatz, der reichlich Kletterspaß bietet. Kühle Erfrischungen und deftige Leckereien bietet die mitten im Wald gelegene Wildsau-Schenke.

Foto: Tripsdrill

Naturnah übernachten im Natur-Resort Tripsdrill
Wer noch mehr Zeit mit den kleinen und großen Tieren im Wildparadies verbringen möchte, sollte die außergewöhnlichen Übernachtungsmöglichkeiten im angrenzenden Natur-Resort Tripsdrill nutzen. 28 Baumhäuser mitten im Wald versprechen Hotelkomfort in luftigen Höhen – inklusive Flachbildfernseher, Kaffeemaschine und Kühlschrank sowie einem eigenen Sanitärbereich mit Dusche und WC. Ganz in der Nähe, direkt neben der Streichelwiese mit den Schafen und Eseln, befinden sich die 20 Schäferwagen: Diese verfügen über eine komfortable Einrichtung mit Kühlschrank, Waschbecken, TV und Ventilator. Das thematisierte Badehaus ist nur einen Katzensprung entfernt. WLAN steht sowohl in den Baumhäusern als auch – ganz neu – in den Schäferwagen kostenfrei zur Verfügung. Tipp für kurzentschlossene Sparfüchse: Bei Übernachtung im Schäferwagen bis zum 21.06.2018 gibt es 15 % Ermäßigung auf den Übernachtungspreis.

Foto: Tripsdrill

Öffnungszeiten & Preise
Das Wildparadies Tripsdrill hat das ganze Jahr über täglich ab 9.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt € 11,00 für Erwachsene und Jugendliche sowie € 7,50 für Kinder und Senioren. Kinder unter 4 Jahren erhalten freien Eintritt. Im Tages-Pass für den Erlebnispark Tripsdrill ist der Eintritt ins Wildparadies bereits enthalten. Parken vor dem Wildparadies ist kostenlos möglich!

Riesige Tier-News aus dem Zoo Safaripark

Die größten Landsäugetiere Nordamerika sind da: Fünf gewaltige Bisons. Zu den Giganten zählt auch „Sunny“ – Stockmaß: gut 170 Zentimeter. Ein Shire-Horse. Und die gelten als die größte Pferderasse der Welt. Sunnys bester Kumpel kommt mit: Billy, ein Mini-Shetland-Pony. Und noch zwei Superlative hat der Zoo in diesem Frühling zu bieten: Nachwuchs bei den Giraffen, der zweifellos höchsten Tierart und fünf Geparden-Welpen, die schnellsten Raubkatzen der Welt.

Foto: Zoo Safaripark Stukenbrock

Der mit den Büffeln tanzt
Sie gelten als wild, unbezähmbar, ursprünglich: Amerikanische Bisons oder Büffel. Marcel Baldini Krämer, Tierlehrer aus Leidenschaft, hat das geschafft, was bislang als unmöglich galt. Er hat Vertrauen zu den amerikanischen Steppenbewohnern aufgebaut, die Bisons behutsam gelehrt, ihm zu folgen. Nur drei Menschen weltweit arbeiten mit diesen wilden Tieren. Marcel Baldini Krämer ist einer davon. Er hat seine fünf Tiere vor dem Schlachthof gerettet. Seitdem gehören sie zur Familie. Bis zu 900 Kilo kann ein Bison-Bulle wiegen, Kühe mehr als 500 Kilogramm. Selbst Landwirte in Deutschland, die diese Tiere halten, wagen sich nicht auf die Koppeln, bezeichnen die faszinierenden Rinder als unkalkulierbar. „Im Umgang mit diesen gewaltigen wilden Tieren kann man nichts erzwingen“, sagt Marcel Baldini Krämer. In der Westernstadt des Zoo Safariparks stellt er seine fünf Büffel zweimal täglich in einer Freiheitsdressur vor. Atemberaubend und faszinierend diese außergewöhnliche Zusammenarbeit zwischen Mensch und wildem Tier.

Pferde-Poesie: Manege frei
Auf seiner Tour mit dem Circus Roncalli hat Karl-Heinz Trunk Millionen Menschen in Deutschland mit seiner Pferdearbeit begeistert. Jetzt kehrt der Tierlehrer mit seinen Pferden zurück nach Stukenbrock, wo er groß geworden ist. Erstmals im Zoo Safaripark: das riesengroße Shire-Horse Sunny und sein kleiner Kumpel Maxim, eine Mini-Shetland-Pony. Gemeinsam treten sie in der Manege des parkeigenen Zirkus auf. Groß und klein in einer erstklassigen Pferdedressur – eine einzigartigeNummer voller Poesie.

Foto: Zoo Safaripark Stukenbrock

Mara will hoch hinaus
Noch misst sie „nur“ knapp zwei Meter, aber die kleine Mara will hoch hinaus. Bis zu fünf Metern kann sie groß werden, aber das wird dauern. Erst im Januar ist das Giraffenkalb in Stukenbrock zur Welt gekommen. Bisher war der große Laufstall Maras Zuhause, denn Giraffen, besonders Jungtiere, sind sehr kälteempfindlich. Jetzt im Frühling geht es an der Seite von Mama Chaka raus in die große weitläufige Steppe des Safariparks. Für Mara ein mutiger Schritt, und für die Besucher ein besonderes Erlebnis.

Wildkatzen bekommen ihren „Personalausweis“

Wildparadies Tripsdrill, Cleebronn: Auch dieses Jahr gibt es wieder reichlich Tiernachwuchs im Wildparadies Tripsdrill zwischen Heilbronn und Stuttgart. Zu den Publikumslieblingen gehören die drei Wildkatzen-Babys, die zusammen mit ihren Eltern und ihren großen Geschwistern durch das Gehege tollen.

Foto: Tripsdrill

Gesundheits-Check bei den Katzen-Babys
Am Freitag, dem 16.6.2017, hatte der Nachwuchs seinen ersten Arzttermin: Der betreuende Tierarzt kam eigens nach Tripsdrill, um den Kätzchen ihren „Personalausweis“ auszustellen. Bei diesem handelt es sich um einen winzigen Chip, mit dem jede der Katzen von nun an individuell identifizierbar ist. Das „Chippen“ gilt in Fachkreisen als die schonendste Methode, um Jungtiere zu markieren. Der Tierarzt nutzte die Gelegenheit, um eine allgemeine Gesundheitskontrolle vorzunehmen, die Katzen-Babys zu impfen und ihr Geschlecht zu bestimmen. Die Kontrolle ergab: Tripsdrill kann sich über zwei kerngesunde Katzen-Jungen und ein ebenso quicklebendiges Katzen-Mädchen freuen.

Foto: Tripsdrill

Die Wildkatze im Naturpark Stromberg-Heuchelberg
Wildkatzen haben für Tripsdrill eine besondere Bedeutung: Erst 2010 wurden die heimlichen Jäger, die in der Umgebung lange als ausgestorben galten, in den Wäldern des Naturparks Stromberg-Heuchelberg wiederentdeckt. Mit der Haltung von Wildkatzen möchte das Wildparadies Tripsdrill seinem Bildungsauftrag nachgehen und die Besucher für den Schutz dieser bedrohten Tierart sensibilisieren. Tripsdrill kooperiert dabei eng mit dem Naturparkzentrum in Zaberfeld.

Foto: Tripsdrill

Rund 40 Tierarten im Wildparadies
Das Wildparadies Tripsdrill beherbergt rund 40 weitere, meist einheimische Tierarten in naturnahen und artgerecht gestalteten Gehegen. Zu den Höhepunkten eines Tages im Wildparadies gehören die Greifvogelflugshow auf der Falknertribüne und die Fütterung von Wolf, Luchs, Bär und Wildkatze (täglich außer freitags). Gerade für Kinder gibt es noch mehr zu entdecken und zu erleben: Neben Walderlebnis- und Barfußpfad verfügt das Wildparadies über einen großen Abenteuerspielplatz, der reichlich Kletterspaß bietet.

Außergewöhnlich übernachten im Natur-Resort Tripsdrill
Vor den Toren des Wildparadies Tripsdrill verspricht das Natur-Resort besonders idyllische Übernachtungsmöglichkeiten. 28 Baumhäuser bieten Hotelkomfort in luftigen Höhen – inklusive Aufenthaltsbereich mit Flachbildfernseher und Kaffeemaschine sowie einem eigenen Sanitärbereich mit Dusche und WC. Sogar W-LAN ist vorhanden! Die 20 Schäferwagen sind komfortabel eingerichtet und verfügen über Heizung, Kühlschrank, Waschbecken, TV und Ventilator. Den Gästen, die in den Schäferwagen übernachten, steht ein thematisiertes Badehaus zur Verfügung.

Alle weiteren Informationen zum Wildparadies, den Übernachtungsmöglichkeiten und natürlich zum Erlebnispark Tripsdrill findet ihr unter: www.tripdrill.de

Schäferwagen / Foto: René Freizeitpark News NRW

Kölner Zoo: Dieses war der dritte Streich und der Vierte folgt sogleich!

Heute Nacht kam im Kölner Zoo ein Asiatischer Elefant zu Welt. Das Bullenjungtier heißt „Kitai“, was so viel wie „Hoffungsvoller Herrscher“ bedeutet. Mutter ist „Tong Koon“. Sie hat im Kölner Zoo bereits die Bullen „Ming Jung“ (2007) und „Rajendra“ (2012) geboren. Besucher des Zoos können damit in diesem Jahr gleich dreifach ihr „graues Wunder“ erleben. Denn „Kitai“ ist bereits das dritte Elefantenjungtier, das 2017 in Köln zur Welt gekommen ist.

Foto: Werner Scheurer

Zur kleinen Kölner Rüsselbande zählen neben „Kitai“ die beiden Bullenjungtiere „Jung Bul Kne“ (geboren Januar 2017, Mutter „Maha Kumari“) und „Moma“ (geboren März 2017, Mutter „Marlar“). Hinzu kommt der einjährige „La Min Kyaw“, der im März 2016 von „Shu Thu Zar“ geboren wurde. Der Zoo erwartet für dieses Jahr sogar noch weiteren Nachwuchs. Auch „Kreeblamduan“, Leitkuh der Kölner Herde, ist trächtig und für diesen Sommer ausgezählt.

„Vier Geburten in einem Jahr sind eine absolute Rarität“, erklärt Zoodirektor Prof. Theo B. Pagel. „Unsere Elefantenherde ist damit auf nun 16 Tiere angewachsen. Es war beeindruckend zu beobachten, wie ruhig die Herde war, als wir das Junge heute gegen 7.00 Uhr auf der Anlage entdeckten. Bei den ersten Geburten gab es viel Aufregung, auch bei uns. Heute gehören Elefantengeburten quasi zur Routine“, so Pagel. „Kitai“ ist der zehnte Elefant, der im Kölner Zoo geboren wurde.
In dem 2004 komplett neu gebauten Elefantenpark leben die Tiere in ihrem natürlichen Herden- und Sozialverband. Auch diese Geburt fand in der Herde und ohne menschliche Einflussnahme statt.

Foto: Werner Scheurer

Live-Stream aus dem Elefantenpark
Wer Kölns Rüsselbande beobachten will, hat dazu in einem Live-Stream auf http://koelnerzoo.de/index.php/tiere die Möglichkeit.
Zahlreiche Informationen, Fakten und News rund um die Kölner Elefantenherde und -haltung sind unter http://koelnerzoo.de/index.php/tiere#elefantenpark zu finden.

Foto: Werner Scheurer

Elefanten sind hochbedroht
Elefanten sind in freier Wildbahn vom Aussterben bedroht. Gehen Bejagung und Lebensraumzerstörung so weiter, wird laut Expertenschätzung schon in 25 bis 30 Jahren keine wildlebenden Elefanten mehr geben. Der Kölner Zoo engagiert sich auf vielfältige Weise für wildlebende Elefanten, so u.a. durch die Unterstützung des „Elephant Transit Home“ in Sri Lanka. Die Auffang- und Wiederauswilderungsstation in Udawalawe im Süden des Landes kümmert sich seit 1995 um junge Elefanten, die bei Konfliktsituationen mit Menschen verletzt wurden oder ihre Muttertiere verloren haben. In der Station werden die Tiere zunächst wieder aufgepäppelt und medizinisch versorgt. Danach versucht man, sie in kleinen sozialen Gruppen wieder im angrenzenden Nationalpark auszusiedeln. Die Mitarbeiter der Station kümmern sich außerdem um Mensch-Tier-Konflikte in der Region. Sie siedeln zum Beispiel „Problemelefanten“ um oder verhandeln mit den Bauern Ausgleichszahlungen. Der Kölner Zoo unterstützt die Wiederauswilderung der Elefanten, indem er Halsbänder für die telemetrische Überwachung finanziert, die Auswilderung wissenschaftlich betreut und sein Know-how aus der Elefantenhaltung in Zoos weitergibt.

 

Kölner Zoo: Chaos im Madagaskarhaus

Drunter und drüber geht’s aktuell im Madagaskarhaus des Kölner Zoos. Grund sind die drei jüngst geborenen Vari-Jungtier, die die Affentruppe kräftig auf Trab halten.

Fotos: Werner Scheurer

Gleich einen doppelten „Aprilscherz“ gab es just zu Monatsbeginn bei den Gürtelvaris, einer Unterart der Schwarzweißen Varis. Eltern sind die 5-jährige „Yhoda“, die vor vier Jahren aus dem Belfast Zoo nach Köln kam, und „Bari“. Er wurde 2012 in Köln geboren. In den Zoologischen Gärten Europas gibt es nur eine kleine Population von Gürtelvaris, die alle recht nah verwandt sind. Bei „Yhoda“ und „Bari“ ist der Verwandtschaftsgrad nur sehr gering. Daher sind ihre Jungtiere genetisch sehr wichtig für das bestehende EEP-Zuchtprogramm bei diesen stark vom Aussterben bedrohten Primaten.

Bei den Roten Varis kam am 31. März ein Jungtier zur Welt. Mutter ist die 20-jährige „Tahina“, die ebenfalls im Kölner Zoo geboren wurde. Der 18-jährige Vater „Octave“ kam aus dem Zoo im französischen Mulhouse an den Rhein. „Tahina“ und „Octave“ sind erfahrene Eltern. Gemeinsam haben sie in den vergangenen Jahren bereits mehrere Jungtiere erfolgreich großgezogen.
Bei allen Vari-Arten haben die Weibchen die „Hosen an“. Männchen dagegen spielen nur die zweite Geige. So lassen Vari-Mütter bis etwa vier Wochen nach der Geburt weder ihr Männchen noch den Nachwuchs des vergangenen Jahres in die Nähe der neuen Jungtiere. Erst Wochen später, wenn das Weibchen an der Scheibe zum Nachbargehege anzeigt, dass es nicht mehr aggressiv zum Rest ihrer Familie ist, wird die Familie wieder zusammengeführt. Dann dürfen die Väter ihren Nachwuchs endlich kennenlernen.

Fotos: Werner Scheurer

Varis gehören zu den wenigen Primaten, die ihre Jungtiere nicht ständig am Körper tragen. Stattdessen legen sie die Neugeborenen während der ersten Lebenswochen in Nestern oder Baumhöhlen ab. Vermutlich wollen sie auf diese Weise Energie sparen. Im Alter von vier Wochen beginnt der Nachwuchs langsam mit dem Klettern. Auffangnetzte verhindern im Zoo, dass die Kleinen unkontrolliert zu Boden fallen, da sie noch nicht über die Kletterfähigkeiten ihrer Eltern verfügen. Die beiden Gürtelvaris sind wahrscheinlich männlich. Beim Roten Vari konnte das Geschlecht noch nicht sicher bestimmt werden, da die enge Mutter-Kind-Beziehung nicht gestört werden soll.

Fotos: Werner Scheurer

Hintergrund Rote Varis Rote Varis gehören zu den Lemuren und haben ihr Verbreitungsgebiet im Nordosten Madagaskars. Sie bewohnen Tieflandregenwälder und ernähren sich vor allem von Früchten, die sie manchmal kopfüberhängend „ernten”. Varis leben in flexiblen Gruppen, deren Größe und Zusammensetzung sich in Abhängigkeit vom Nahrungsangebot verändern kann. Für die Kommunikation spielen neben dem Geruchssinn auch Lautäußerungen eine wichtige Rolle. Gruppenmitglieder rufen oft „im Chor” – und zwar in einer beeindruckenden Lautstärke. Der Kölner Zoo war der erste europäische Zoo, der die seltenen Roten Varis züchtete. Dem ersten Jungtier folgten inzwischen über 70 weitere. Der Zoo konnte damit einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer europäischen Population leisten.

Fotos: Werner Scheurer

Hintergrund Gürtelvaris Der Gürtelvari ist eine seltene Unterart des Schwarzweißen Varis. Er ist – wie viele der Lemuren auf Madagaskar – stark vom Aussterben bedroht. Den namensgebenden weißen „Gürtel“ trägt er auf dem Rücken. Beheimatet ist diese Unterart im östlichen Madagaskar. Hier bewohnt sie in Familiengruppen Regenwaldgebiete des Hoch- und Tieflandes. Ihre Nahrung besteht aus Samen, Blättern, Nektar und Früchten. Diese Lemurenart wird bis zu 3,5 Kilogramm schwer. Nach einer Tragzeit von 102 Tagen bringt das Weibchen meist Zwillinge zur Welt.

Fotos: Werner Scheurer
Fotos: Werner Scheurer
Fotos: Werner Scheurer

Jungtiere bei den Marabus im Kölner Zoo

16 erfolgreiche Tiergeburten konnte der Kölner Zoo bereits 2017 verzeichnen und nun kommen gleich drei weitere hinzu.

Fotos: Werner Scheurer

Am 23. März ist bei dieser imposanten Vogelart ein Jungtier geschlüpft. Am Osterwochenende erblickten zwei weitere Küken das Licht der Welt. Der Kölner Zoo hält derzeit drei Paare Marabus, von denen zwei Paare in diesem Winter Brutaktivitäten zeigten.

Seit Anfang des Jahres kam es bereits zu mehreren Eiablagen, doch waren die ersten Eier leider unbefruchtet. Der Marabu gehört zu den Storchenvögeln und kommt aus Afrika. Dort ernährt er sich unter anderem von Fischen, Fröschen und kleinen Wirbeltieren. Zudem gehört er zur Gesundheitspolizei und beteiligt sich, ähnlich wie die Geier, an der Aufnahme von Aas, also toten Tieren. Hierbei ist ihm sein langer, kräftiger Schnabel, der bis zu ca. 40 cm lang werden kann, und der nur spärlich befiederte Kopf- und Halsbereich hilfreich. In Afrika brüten die Marabus in Kolonien, die bis zu tausend Vögel umfassen. Ihr Nest ist storchentypisch aus groben Reisern errichtet und hat einen Durchmesser von ca. 1 Meter. Es werden im Durchschnitt zwei bis vier Eier gelegt. Die Brutzeit beträgt etwa 30 Tage. Bislang werden Marabus nur in wenigen Zoologischen Gärten regelmäßig gezüchtet. Im Kölner Zoo ist dies nun schon wiederholt gelungen. Beim Schlupf haben die Jungvögel ein Gewicht von etwa 110 Gramm. Als Altvögel können diese stattlichen Tiere bis zu 9 Kilogramm schwer und 140 Zentimeter groß werden. Ihre Flügelspannweite beträgt ca. 300 Zentimeter.

Fotos: Werner Scheurer
Fotos: Werner Scheurer